Dienstag, 17. Oktober 2017

May your sorrows be patched and your joys be quilted.



Das hat mir Elvira in einem Kommentar zum Tod meiner Großmutter geschrieben. Ich mag den Spruch sehr. 
Weil es mir einfach gut tut, habe ich in den letzten Tagen viel genäht, dabei herausgekommen ist diese Patchworkdecke für den Rübenprinz.


Als Anregung dazu diente mir diese Decke von Zauberpalme. Die Decke ist bewusst so bunt genäht, damit der Kleine viel darauf zu entdecken hat. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Stoffe Reste. Die Decke ist ca. 75x140cm groß.


Damit es nicht gar so wild wird, dominieren Rot und Grau. Die Rückseite besteht aus einem Stück Kuscheldecke, das noch von einem anderen Projekt übrig war.


Die Einfassung besteht auch aus Resten, eine zusätzliches Lage Volumenvlies gibt es nicht.
Ich möchte auf die Rückseite dieser Decke zum ersten Mal ein Schildchen nähen mit der Entstehungseit usw. Den Text werde ich wohl sticken. Das zeige ich dann demnächst.



Verlinkt beim Creadienstag

Montag, 16. Oktober 2017

Unvollendet...


...für immer


Von Oma I. für ihren Urenkel L.

Danke für eure lieben Worte zum Tod meiner Großmutter. Wir haben sie letzte Woche begraben. Ich glaube die Beerdigung hätte ihr gefallen. Viele Menschen die ihrer gedacht haben und viele schöne Blumen.

Jennifer

 

 

Montag, 9. Oktober 2017

Trauer am Rübenacker


Eigentlich sollte das schon ein Wochenendpost werden, aber das schreiben geht mir gerade schlecht von der Hand. Meine Großmutter ist in der vergangenen Woche sehr plötzlich gestorben und das hängt mir noch sehr nach. 
Ich habe einen großen Teil meiner Kindheit bei ihr verbracht, unter der Woche, nach der Schule, weil meine Eltern beide immer berufstätig waren. Nun ist sie also weg und mir bleibt die Erinnerung an schöne Kindertage. Als ich noch kleiner war, hat sie mir immer nach dem Mittagessen ein Märchen aus diesem Buch *klick* vorgelesen. Wenn es gerade welche gab, bekam ich dazu einen Apfel von ihrem Baum, geschält und in Stücke geschnitten. Sie konnte wunderbar lange Apfelschalenspiralen ab schälen. Dem Baum gibt es heute noch, Boskoop, da ist die Schale so rau, deshalb muss man sie schälen.
Am Tag vor ihrem Tod haben wir noch telefoniert. Sie war gerade von einer Reise nach Tirol zurückgekommen und hat mir ganz begeistert davon erzählt. Wie schön die Berge aussahen und wie nett die Gesellschaft in der Reisegruppe war und wie gut ihr das Bananensplitt geschmeckt hat, das sie sich gegönnt hat. Sie aß sehr gerne Eis und Torte, musste sich dabei aber wegen Diabetes immer ziemlich zurückhalten, aber so ab und an konnte sie es sich schon erlauben. 
Überhaupt war sie eine sehr unternehmungslustige Dame. Sie fuhr gerne in den Urlaub. Zuerst mit meinem Großvater,  später dann mit ihrem Freund, den sie einige Zeit nach dem Tod meines Großvaters auf einer Reise mit der Kirchengemeinde nach Rom kennengelernt hatte. Von ihren Reisen schrieb sie uns jedesmal Postkarten. Das sind die letzten Beiden von diesem Jahr.


Auch zuhause hatte sie immer viel vor, deshalb wollten sie mich heute noch mal anrufen, damit wir einen Tag in den Herbstferien für einen Besuch bei ihr finden können. Das Telefongespräch wird nicht mehr stattfinden, stattdessen gehen wir in einigen Tagen zu ihrer Beerdigung. Ich bin sehr traurig und muss das erstmal verarbeiten bevor es hier so richtig weitergeht. Im Hintergrund nähe ich gerade viel, das tut mir gut. Wenn ich also wieder bloggen mag, habe ich etwas zum Zeigen. Im Zweifel eben mit wenigen Worten.

Am Samstag hat mich noch Post von bimbambuki erreicht. Wir hatten einen kleinen Stofftausch ausgemacht. Sehr schöne Stoffe habe ich bekommen, danke! Leider ist mein Umschlag noch nicht unterwegs. Ich hatte noch nicht so recht den Kopf dafür, aber jetzt liegt alles bereit und geht spätestens morgen auf die Reise.



Bis demnächst

Jennifer